Parteien in Frankreich
In Frankreich gibt es, ähnlich wie in Deutschland, verschiedene
Parteien. Die beiden größten Parteien sind die regierende
UMP, ein Mehrparteienbündnis, sowie die oppositionelle Sozialistische
Partei (PS).
Des Weiteren gibt es die UDF, die Kommunisten, die Grünen
sowie einige rechte Parteien, unter denen die Front Nationale,
die Erfolgreichste ist.
Die UMP, deren Vorsitzender der amtierende Staatspräsident
Nicolas Sarkozy ist, entstand während des Präsidentschaftswahlkampfs
2002, um die konservativen Kräfte zu konzentrieren. Der Wahlsieg
Jacques Chiracs, Kandidat der UMP, bestätigte dieses Vorgehen.
Regelmäßiger Gegenspieler der UMP, ob bei Parlaments-,
Regional- oder Präsidentschaftswahlen ist die Parti Socialiste
(PS). Ihr Erneuerer Francois Mitterand schaffte es, die PS innerhalb
einer Dekade 1981 als Regierungspartei zu etablieren. Heute gehören
die Sozialisten wie die UMP zu den tonangebenden Parteien Frankreichs.
Während sich die UMP und die PS seit Beginn der Achtziger
Jahre um die Mehrheit im Parlament und das Präsidentenamt
stritten, konnten die kleineren Parteien mit wechselnden Erfolgen
am Politikgeschehen partizipieren.
Die Front Nationale, eine rechtsextreme Partei, kann bei den Präsidentschaftswahlen
regelmäßig gute Ergebnisse verbuchen, wenngleich der
größte Erfolg der Einzug Jean-Marie LePens in die Stichwahl
der Präsidentschaftswahlen 2002 gegen Jacques Chirac war,
welche er jedoch verlor. Die UDF, derzeit von Francois Bayrou
angeführt, ist eine konservativ zu verortende Partei, welche
die regierende UMP häufig unterstützt und auch Wahlabsprachen
eingeht. Das linke Pendant zur UDF sind die Grünen. Sie gehen
häufig Bündnisse mit den Sozialisten und den Kommunisten
ein, in denen sie aber eine untergeordnete Rolle spielen, da die
Kommunisten erfolgreicher sind.
Das Parteienlandschaft Frankreichs ist folglich breitgefächert
und bietet eine gute Auswahl.