Mobilfunk
Nach den Spaniern und den Italienern sind die Franzosen europaweit
die Konsumenten mit der höchsten Telefonie.
Dies gilt sowohl für den Konsum von Festnetztelefonie als
auch für die Mobilfunktelefonie
übers Handy gleichermaßen.
In beiden Segmenten hält die "France Télécom"
als Marktführer fest die Zügel in der Hand.
Ähnlich wie die Deutsche
Telekom als Nachfolger der früheren Bundespost für
den Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen, befand sich
auch die "France
Télécom" einst im Besitz des französischen
Postministeriums. Bis damals firmierte sie noch unter der Bezeichnung
"Direction Générale des Télécommunications
". 1990 wurde das vollständig verstaatlichte Unternehmen
zunächst nominell in "France Télécom"
transformiert. Für zehn Jahr hatte sie daraufhin das Telekommunikationsmonopol
inne bevor dieses 1998 schließlich von der EU Mitgliedsländerübergreifend
gekippt wurde.
Von da an verläuft die wirtschaftliche Kurve von "France
Télécom" ähnlich zyklisch wie die anschließenden
Krisen beziehungsweise Erfolge die die ökonomische Welt umspannten.
So mussten beispielsweise für 2001 und 2002 drastische Rekordverluste
verbucht werden. Negative Folge davon war eine umfassende Nichtbesetzung
von Tausenden Beschäftigten, die in Pension gingen.
Hingegen konnte man im Jahre 2006 mit überdurchschnittlich
hohen Gewinnmargen reüssieren. Entgegen eines von der breiten
Mehrheit nun erwarteten gegenteiligen Boom von Einstellungen,
wurde das personelle Kontingent jedoch auch jetzt wieder eher
deutlich zurückgefahren. Grund hierfür waren die vielen
Kunden, die sich im selben Jahr den vielen neu erwuchsenen Billiganbietern
zuwandten. Trotz des hohen Gewinns sah sich die France Télécom
durch diese intensiven Kundendefizite gezwungen durch einen abermaligen
Aderlass von Angestellten diese Umsatzeinbußen aufzufangen.
Weitere Negativschlagzeilen machte der Konzern im letzten Jahr
als publik wurde, dass gleich 25 Mitarbeiter des Unternehmens
Suizid verübten. Der Vorstandsvorsitzende Didier Lombard
kommentierte diese tragischen Vorfälle in recht zynischer
Art und Weise und musste wegen seiner menschenverachtenden Bemerkungen
zu Anfang diesen Jahres seinen Rücktritt erklären.